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Ausstellung „Only Dogs“, Linde Hartmann, Malerei
Am 18. Juni 2010 um 20 Uhr findet in der Galerie Tatort, Alte Königstraße 7, Hamburg Altona, die Vernissage zur Ausstellung „Only Dogs“ statt. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema „Hund“ beleuchtet die Malerin Linde Hartmann die Sicht des Menschen auf den Hund aus den unterschiedlichsten künstlerischen Blickwinkeln. Das Spektrum der Bilder reicht von großformatigen realistischen Arbeiten bis zu expressiven, farbintensiven Interpretationen. Allen Arbeiten von Linde Hartmann gemeinsam ist eine kompromisslos subjektive Sicht und das unbedingte Bekenntnis zur Malerei als künstlerischer Ausdrucksform. Bildtitel wie ”Die Helden von Gestern” oder „ Es geht immer um die Wurst” belegen, das auch Humor und Ironie in diesem Kontext ihren Platz finden.
Insgesamt sind die Bilder eine Aufforderung, den eigenen Blick auf das Gegenüber, gleich welcher Art, immer wieder zu hinterfragen. Die Künstlerin Linde Hartmann, in Thüringen geboren und aufgewachsen in Mecklenburg, studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig freie Malerei und Grafik. Seit 1988 lebt und arbeitet sie in Hamburg.  Text zur Ausstellung:
Hunde? Hunde!
Einen Großteil ihrer künstlerischen Produktion in den Jahren 2007 bis 2009 stellte Linde Hartmann unter das Thema „Hund“ oder besser unter das Thema, wie sehe, wie interpretiere und wie werte ich ein lebendiges Gegenüber; welche Möglichkeiten bietet die Malerei für eine derartige Untersuchung.
Auch wenn wir stets etwas geschlossenes, einheitliches, verlässliches,– feste Größen suchen, beeinflussen und verändern Konvention, Zeit und zweckgerichtetes Herangehen ständig unsere Wahrnehmung.
Um diese Bedingtheit der Wahrnehmung, die unterschiedlichen Facetten der Betrachtung eines Gegenstands oder einer Situation, kreisen Linde Hartmanns unter dem Titel „Only Dogs“ zusammengefassten Arbeiten.
In seiner Ambivalenz zum Menschen, in seiner Andersheit und seiner Vertrautheit ist der Hund das Mittel, das Linde Hartmann benutzt, um Ihr Thema künstlerisch zu verarbeiten. „Only Dogs“ ist dabei ein bewusstes Understatement, in den Arbeiten wird der Hund nicht bloß als malerischer Gegenstand vorgestellt, hier wird er gedreht und gewendet, aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet und in unterschiedlichsten Kontext gestellt.
Der Hund steht in diesen Bildern für Vieles. Als ältester Gefährte des Menschen, nicht Person aber auch nicht bloße Sache, kann er eine Distanz und eine Nähe vermitteln, die den Betrachter spiegelt und auf seine Individualität verweist. Neben diesen inhaltlichen Aspekten ist der „Formvorrat Hund“ Ausgangspunkt für ein breites Spektrum unterschiedlicher und simultaner Formulierungen.
Linde Hartmann breitet dabei ein vielschichtiges malerisches Tableau vor uns aus. Neben den gestischen und stark von der spontanen Zeichnung und vom Impuls bestimmten Formulierungen finden sich große, ruhig geschlossene Farbflächen, neben dem nervösen Pulsieren der Farben stehen Bereiche einer großen Gelassenheit. Die unterschiedlichen Herangehensweisen stellen die Frage nach dem Zusammenhang von Objektiven, Subjektiven und Realen, sie ermöglichen einen immer wieder neuen Zugang und fordern zum Hinterfragen verfestigter Betrachtungsweisen heraus.
In diesem Sinne sind die unter „Only Dogs“ zusammengefassten Bilder nicht weniger als ein sehr persönliches Angebot zur Reflexion über uns selbst und unsere Sicht auf die Gegenwart.
Linde Hartmann: Vita
1952 in Eisenberg/Thüringen geboren
ab 1961 Kindheit in Carwitz/Mecklenburg
1970 Abitur und Ausbildung zur Gärtnerin
1970-73 Studium der Geschichte und Kunsterziehung an der Universität Leipzig
1979-84 Studium Freie Malerei an der Hochschule
für Grafik und Buchkunst Leipzig
bei Prof. Stelzmann und Prof. Heisig
1984-88 Malerin in Leipzig
1988 Übersiedlung nach Hamburg
seit 1988 Malerin/Grafikerin in Hamburg
Abbildungen und Foto der Künstlerin:
www.galerietatort.de/presse
Die Galerie Tatort zeigt aktuelle bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei.
Sie bietete den Raum, ein breites künstlerisches Spektrum vorzustellen und zu entdecken; bewußt ohne den Blick auf den Mainstream und bereits etablierte Positionen. Die Kunst ist nicht die Antwort, die Kunst ist die Frage. Der Markt ist nicht daß Maß, der Markt ist der Mechanismus.
Und der Name der Galerie: „Galerie Tatort“. Nein, keine Kommissare.
Und zum Fernsehprogramm: „No comment.“
In den Räumen der Galerie Tatort waren seit dem ersten Weltkrieg bis 2006 Lebensmittelgeschäfte mit eigener Zubereitung. Das ist eine lange Zeit und das waren sehr unterschiedliche Zeiten. Uns fielen dann beim Einzug einige seltsame Wölbungen und Beulen im Boden auf.
Wir wollen dabei lieber nicht an Fritz Haarmann denken …
Auch schon lange her. Besen drüber. Bilder an die Wand.
Und schliesslich ist jeder Ort, an dem Kunst gemacht wird ein „Tatort“.
In den seit einigen Jahren als Künstleratelier genutzen Räumen veranstalten wir unter dem Label „Galerie Tatort“ wechselnde Ausstellungen von Bildender Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei.

Quelle: openpr.de

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