Duisburg. “Hände weg von der Hundesteuer!” fordert Hundebesitzer Rudolf Kley, Bezirksvertreter der Bürger Union für Meiderich/Beeck und 1991 Initiator der Interessengemeinschaft Duisburger Hundesteuerzahler eV., die dann 1992 gegründet wurde. (1000 Mitglieder bei der Gründung) Die Stadt Duisburg will jetzt eine Erhöhung der Hundesteuer beschließen lassen. In anderen Städten sieht es ähnlich aus.
Rudolf Kley: „Hundehaltung hat immer auch soziale und therapeutische Komponenten! Damit hat sich die Interessengemeinschaft seinerzeit ausführlich auseinandergesetzt und bundesweit über Zeitungsartikel, Rundfunk- und Fernsehbeiträge auf die Situation der Hunderhalter und ihrer Hunde nicht nur in Duisburg aufmerksam gemacht.“
Und weiter: „Eine Erhöhung der Hundesteuer trifft insbesondere wieder die Schwachen in unserer Gesellschaft und ist unsozial. Weil Du arm bist, darfst Du Dir keinen Hund halten? Oder wenn Du schon einen Hund hast, musst Du entweder am Hundefutter sparen oder ihn einschläfern lassen!“ formuliert Rudolf Kley etwas überspitzt und schlägt vor: „Wenn überhaupt eine Erhöhung, dann sollte sie einkommensabhängig sein. Allerdings zweifel ich daran, dass sich dies praktisch durchführen lässt.“Sollten die Zeichen allerdings auf Sturm stehen, dann ist Rudolf Kley gerne bereit, das zu vollenden, was er 1994 begonnen hat. Damals hatte seine Absicht, alle Hunde per „persönlicher“ Urkunde zu Kunstwerken zu erklären, bundesweit schmunzeln und auch Spekulationen- „Sind die Hundehaufen dann ebenfalls Kunstwerke?“- ausgelöst und ihm sogar den Stern der Woche von Stern-TV eingebracht. Wichtiger aber: „Kunstwerke sind hundesteuerfrei. Da kann man auch keine Steuer mehr für Hunde erhöhen.“
Der Beweis? Rudolf Kley meldete den abgebildeten “Kunsthund” bei der Stadt Duisburg an. Die wollte für dieses Kunstwerk keine Hndesteuer erheben.
Der Apotheker, Maler (Guinnessrekord 1985 für die längste abstrakte Bildfolge) und Aktionskünstler sammelt seit 24 Jahren Luftpumpen, um den Geist von Vincent van Gogh aus einem gelben Luftpumpenfeld auferstehen zu lassen. Dies soll sein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 sein. Da Duisburg der Hafen der Kulturhaupstadt sein will, kann Rudolf Kley sich gut vorstellen, die Urkunden im Innenhafen auszugeben. Zu diesem Zweck können sich alle Hundehalter versammeln. Allerdings ohne Hund, dafür aber mit einem besonderem Erkennungszeichen. Natürlich eine Luftpumpe, möglichst noch gelb gestrichen! „Bei geschätzten 20 000 Hundehaltern in Duisburg ergibt dies auch schon ein Feld, wenn die Pumpen mit ausgestrektem Arm hochgehalten werden. Natürlich sind auch Hundehalter aus anderen Städten herzlich willkommen.“ Einerseits hofft der Hundefreund Kley, dass eine solche Kunst-Demonstration nicht erforderlich ist, andererseits fände sie sicher mehr öffentliche Aufmerksamkeit, als der geplante Erweiterungsbau der Küppersmühle am gleichen Ort.
Quelle: openpr.de




